
Es gibt auch Projekte die werden nie fertig: zum Beispiel die Elbphilharmonie in Hamburg. Die Kräne braucht es noch länger, denn die Eröffnung findet statt 2010 nun wohl 2017 statt.
Der wesentlichste Unterschied zwischen einem Prozess und einem Projekt ist, dass das Projekt klar definierte Ziele und ein bestimmes Ablaufdatum hat. Demhingegen ist ein Prozess fortlaufend. Das Wort stammt ja auch vom lateinischen processus, also dem Fortschreiten oder Fortgang.
Im Projektmanagement ist genau diese Abgeschlossenheit und Zielorientiertheit auch wichtig. Denn dadurch wird das Projekt nicht nur besser steuerbar und messbar, sondern durch die Milestones und Zielerreichungen wird das Projektteam auch motiviert. Um Erfolgserlebnisse zu haben, sollten möglichst abgeschlossene und kleine Teilprojekte gebildet werden.
Aber genau dieses Projektdenken ist für die Akzeptanz des Intranets im Management und letztlich auch bei den Mitarbeitern nicht hilfreich. Nach der Einführung wird gedanklich zu oft ein Haken gesetzt. Das Projekt ist eingeführt, es ist fertig.
Die eigentliche Arbeit welche jetzt beginnt, nämlich das Intranet mit Leben zu füllen, hat dann nur noch eine untergeordnete Rolle.
Viele andere Projekte sind in der Pipeline, bekommen Management-Attention und müssen oft mit viel Geld und Risiko realisiert werden. Wenn das Intranet Projekt abgeschlossen ist, wieso sollte der Intranet Manager dann noch genügend Aufmerksamkeit vom Top-Management bekommen?
Klar, es wird ein Projekt benötigt um das Intranet zu implementieren. Und klar, es bedarf Projekte um neue Funktionen zu integrieren.
Aber vielleicht sollte sich der Intranet Manager trotzdem viel mehr in der Rolle des Prozessmanagers anstatt des Projektmanagers sehen. Denn das Intranet ist ein Unterstützungsprozess im Unternehmen. Es unterstützt die Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit, bei der Bearbeitung und Umsetzung der Kernprozesse. Und das fortlaufend und andauernd.
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